2. Notfalldaten-Management (NFDM) – was ist das?

Die Nutzung von notfallrelevanten Informationen und persönlichen Erklärungen des Patienten bezeichnet man zusammenfassend als Notfalldaten-Management (NFDM). Das NFDM umfasst zwei Datensätze:

  • Notfalldatensatz (NFD) und
  • Datensatz persönliche Erklärungen (DPE).

 

NFD und DPE lassen sich getrennt voneinander anlegen und in Notfallsituationen getrennt voneinander lesen. Im Projekt NFDM-Sprint wird vordringlich die Anlage von NFD untersucht, auf Wunsch eines Patienten kann jedoch auch ein DPE angelegt werden. Eine Speicherung der Daten auf der eGK des Patienten erfolgt jedoch im Projekt NFDM-Sprint nicht.

Der Notfalldatensatz (NFD) auf einen Blick

Der Notfalldatensatz (NFD) enthält Informationen zu Diagnosen, Medikation, Allergien/Unverträglichkeiten, besondere Hinweise sowie Kontaktdaten

 

Der NFD kann durch jeden Arzt – vorzugsweise den Hausarzt – mit Zustimmung des Patienten angelegt werden. 

Der Datensatz findet sich zukünftig auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) des Patienten und kann ihm auf Wunsch als Ausdruck auf Papier ausgehändigt werden. (Im Projekt NFDM-Sprint erfolgt keine Speicherung auf der eGK, der Patient erhält immer einen Papierausdruck.)

Im Notfall ist der NFD von jedem Arzt ohne Mitwirkung des Patienten einsehbar.

Der Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE) auf einen Blick

Der Datensatz Persönliche Erklärungen

  • enthält Hinweise auf den Aufbewahrungsort von
    • Organspendeausweis,
    • Patientenverfügung und
    • Vorsorgevollmacht,
  • lässt sich auf Wunsch des Patienten von medizinischem Fachpersonal oder einem Arzt anlegen,
  • erleichtert bei nicht einwilligungsfähigen Patienten den Zugang zu Willenserklärungen, die Aufschluss über dessen mutmaßlichen Willen ermöglichen und so Behandlungsentscheidungen beeinflussen können,
  • findet sich zukünftig auf der eGK des Patienten,
  • kann dem Patienten auf Wunsch als Ausdruck auf Papier ausgehändigt werden,
  • kann in unterschiedlichen Notfallsituationen von jedem Arzt ohne Mitwirkung des Patienten ausgelesen werden.

Im späteren Wirkbetrieb soll für Patienten die Möglichkeit bestehen, den DPE auf ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) selbstständig, zum Beispiel an speziellen Patiententerminals, anzulegen.

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